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Frauenärzte im Schlosscarrée
Gynäkologische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Heike Bettina Szczes
Dr. med. André Szczes
dr. med. (Univ. Semmelweis) Alexander Szczes
Ritterbrunnen 7
38100 Braunschweig
Telefon: 0531 49498
Telefax: 0531 1219023
E-Mail: praxis@frauenaerzte-braunschweig.de
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E-Zigaretten nach dem Rauchstopp: Bleibt das Lungenkrebsrisiko erhöht?
Mit dem Rauchen aufzuhören, senkt das Risiko für Lungenkrebs deutlich. Viele ehemalige Raucher nutzen anschließend jedoch E-Zigaretten. Eine große Studie aus Südkorea hat untersucht, wie sich das auf das Lungenkrebsrisiko auswirkt. Ausgewertet wurden die Gesundheitsdaten von rund 4,5 Millionen Erwachsenen, die 2018 an einer landesweiten Gesundheitsuntersuchung teilgenommen hatten. Verglichen wurden aktuelle Raucher, Ex-Raucher ohne E-Zigaretten sowie ehemalige Raucher, die nach dem Rauchstopp täglich E-Zigaretten nutzten.
Die frühere Tabakbelastung wurde anhand sogenannter Packungsjahre erfasst. Zusätzlich untersuchten die Forschenden eine Hochrisikogruppe im Alter von 50 bis 80 Jahren mit mindestens 20 Packungsjahren. Während einer Nachbeobachtungszeit von rund sechs Jahren wurden etwa 36.000 Lungenkrebsdiagnosen und rund 12.800 Todesfälle registriert. Alter, Geschlecht, Alkoholkonsum, Bewegung und Vorerkrankungen flossen in die Auswertung ein.
Im Vergleich zu Ex-Rauchern ohne E-Zigaretten war das Risiko für Lungenkrebs bei E-Zigaretten-Nutzern um etwa 56 % erhöht, das Sterberisiko durch Lungenkrebs sogar etwa doppelt so hoch. In der Hochrisikogruppe fiel der Zusammenhang noch deutlicher aus. Das niedrigste Risiko hatten ehemalige Raucher, die nach dem Rauchstopp vollständig auf Zigaretten und E-Zigaretten verzichteten. Zwar war ihr Risiko geringer als das aktueller Raucher, der gesundheitliche Vorteil der E-Zigarette fiel jedoch deutlich kleiner aus als bei vollständiger Abstinenz.
Die Studie kann allerdings keinen ursächlichen Zusammenhang beweisen. Da Angaben zur Dauer und Art der E-Zigaretten-Nutzung fehlten und da Krebs sich meist über viele Jahre entwickelt, bleiben wichtige Fragen offen. Auch lässt sich nicht sicher sagen, ob die Ergebnisse auf andere Länder übertragbar sind. Dennoch sprechen die Daten dafür, dass der größte gesundheitliche Nutzen durch einen vollständigen Verzicht auf Tabak- und Nikotinprodukte erreicht wird. Für die Rauchentwöhnung empfehlen Fachleute bewährte Maßnahmen wie Beratungsangebote, Entwöhnungsprogramme, Nikotinersatztherapien, Medikamente oder digitale Gesundheitsanwendungen.
Kim, Y.W. et al.
Electronic cigarette use after smoking cessation and lung cancer risk
Nat Med
6/2026
- Gesundheit & Medizin
