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Frauenärzte im Schlosscarrée
Gynäkologische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. Heike Bettina Szczes
Dr. med. André Szczes
dr. med. (Univ. Semmelweis) Alexander Szczes
Ritterbrunnen 7
38100 Braunschweig
Telefon: 0531 49498
Telefax: 0531 1219023
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Rauchstopp wirkt doppelt: Besser für Körper und Seele
Die NAKO-Gesundheitsstudie liefert mit über 200.000 Teilnehmenden eine der größten Datenbasen zu Gesundheit und Lebensstil in Deutschland. Auf Basis von rund 174.000 Erwachsenen zwischen 19 und 72 Jahren untersuchten Forschende, wie Rauchen und depressive Symptome miteinander verknüpft sind. Analysiert wurden nicht nur Raucher versus Nichtraucher, sondern auch Zigarettenmenge, Alter beim Rauchstart und Dauer seit einem Rauchstopp. Der Zustand einer möglichen Depression wurde diagnostisch erfasst.
Im Ergebnis zeigte sich, dass aktuelle Raucher am häufigsten von früheren und aktuellen depressiven Symptomen berichten. Ehemalige Raucher liegen mittig, und Personen, die nie geraucht haben, zeigen diesbezüglich die niedrigsten Werte. So hatten 19,6 % der aktuellen Raucher eine diagnostizierte Depression, verglichen mit 11,4 % der Nichtraucher. Ein deutlicher Dosis-Effekt zeigt sich: Je mehr Zigaretten täglich konsumiert wurden, desto stärker traten depressive Symptome auf – selbst nach Berücksichtigung von Alter, Bildung, BMI und Alkoholkonsum.
Das bedeutet, dass bereits eine Reduktion des Rauchens psychisch entlastend wirken kann. Wer früh mit dem Rauchen begann, entwickelte im Schnitt auch früher depressive Beschwerden, was frühe Prävention in Schulen unterstützt. Längere Abstinenz wirkt ebenfalls positiv: Je länger der Rauchstopp zurückliegt, desto geringer sind aktuelle depressive Symptome. Ursache und Wirkung lassen sich nicht eindeutig trennen: Rauchen kann depressive Zustände verstärken, psychische Belastung kann aber auch zum Rauchen führen.
Die Studie unterstreicht, dass körperliche und psychische Gesundheit eng verknüpft sind. Angebote, die beide Aspekte kombinieren, können Rauchern dabei helfen, ihr Wohlbefinden zu stabilisieren und langfristig zu verbessern. Jeder Schritt in Richtung Rauchfreiheit eröffnet Chancen auf mentale Erholung.
Völker, M. et al.
From cigarettes to symptoms: the association between smoking and depression in the German National Cohort (NAKO)
BMC Public Health
12/2025
- Gesundheit & Medizin
