Wechseljahresbeschwerden

Das Auftreten von Wechseljahresbeschwerden variiert individuell. Je ein Drittel der Frauen zeigen starke, mittlere und auch keine Beschwerden. Die meisten betroffenen Frauen kennen die vegetativen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Kreislaufinstabilität und Herzrasen.

Typisch sind aber auch Stimmungsschwankungen, Nervosität, Angstgefühle, innere Unruhezustände, Antriebstörungen und sexuelle Unlust.

Einige Frauen klagen über Hauttrockenheit und Haarausfall, Knochen-und Gelenkbeschwerden.

Im weiteren Verlauf kommt es durch den Östrogenmangel zum Austrocknen der Schleimhäute. Die damit verbundene Scheidentrockenheit kann zu Schmerzen beim Verkehr, häufigen Blasenentzündungen sowie zu Störungen der Blasenfunktion führen.

In den Wechseljahren kommt es aber auch zu Veränderungen im Stoffwechselgeschehen. Folgen sind Gewichtszunahme, Ansteigen des LDL- Cholesterins und Abfall des HDL-Cholesterins.

Das Risiko für Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen steigt.

Wechseljahrestherapie

Aktuelle Berichte in den Medien stellen immer wieder zur Diskussion, ob eine Hormonersatztherapie sinnvoll ist, oder doch nur Brustkrebs verursacht.

Viele Frauen sind daher nicht nur verunsichert, sondern haben sogar Angst vor einer Therapie ihrer Beschwerden.

Hier ist sicher ein offenes Wort angebracht! Die Therapie mit einem Medikament wird immer nach bestem Wissen und Vertrauen in die Wissenschaft von uns durchgeführt.

Die Therapie sollte immer beschwerdeorientiert und individuell sein.

Häufig wenden sich Frauen mit der Frage nach alternativen Therapieformen bei Wechseljahresbeschwerden an uns.

Die sogenannten natürlichen oder alternativen Therapiemöglichkeiten umfassen die Anwendung von Vitalstoffen (Mikronährstoffen) zur Nahrungsergänzung und nicht rezeptpflichtige, überwiegend pflanzliche Präparate.

Zu Cimicifuga (Traubensilberkerze oder Wanzenkraut) sowie zu Isoflavonen (Soja und Rotklee) liegen heute die meisten wissenschaftlichen Erfahrungen vor. Überwiegend handelt es sich jedoch um Kurzzeituntersuchungen.

Bei leichten Wechseljahresbeschwerden ist ein Therapieversuch mit Cimicifuga oder Isoflavonen möglich. Die Wirkung kann individuell nicht vorausgesagt werden.

Bei starken Beschwerden ist ein ausreichender therapeutischer Effekt nicht zu erwarten.

Tatsache ist, dass nur ein Drittel der Frauen die Beschwerden der Wechseljahre so stark empfindet,dass sie nicht zu ertragen sind und hier bieten Hormone nach wie vor die besten Therapieerfolge.